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Zu Gast in der Blech-Schneiderei
25 Jahre KGC Südhessen
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Hier mit den herausgetrennten Bodenhälften.


Die beiden neuen Bodenplatten. An den Auflageflächen mit Inox-Schweißfarbe grundiert. Die Qualität der Repro-Teile lässt sehr zu wünschen übrig. Egal bei welchen Händler man diese Teile kauft, es gibt wohl nur einen Hersteller der diese Bleche, die für einige Baujahre und Fahrzeugtypen passen müssen, in dieser "Qualität"fertigt. Schade. Nutzt ja aber nichts, geht ja nicht ohne!!!!


Die Sitzschienen entrostet und von unten, vor dem Einschweißen, lackiert.


Auch die Wagenheberaufnahmen vor dem Einschweißen lackiert.


Die Bodengruppe nach dem Sandstrahlen.


Das Ganze noch mit "Hand" geschliffen und grundiert.


Dann kam mal wieder eine sehr sinnvolle Anschaffung ins Haus! Eine Hohlraumpistole von Sata. Mit dieser Druckpistole und den verschiedenen Aufsätzen habe ich kiloweise Epoxyd-Grundierung in die Hohlräume "geschossen"! Anbei folgen einige Aufnahmen mit dem, wie ich finde, beeindruckenden Ergebnis. Hoffe das hält den Rost erstmal auf. An diesen Stellen war Original nie Farbe bzw. Rostschutz gewesen! Danke nochmal an Andreas B. alias Daniel Düsentrieb aus Rosenheim der mir diesen Tipp gab. :-)


Luftkanal innen. Das Loch habe ich gebohrt um auch von hinten mit der "Lanze" an die Wasserkästen zu kommen.


Hohlräume geflutet!


Warmluftkanal.


Warmluftkanal Rückseite.


Radkasten innen.

Die Türen und Hauben habe ich zum Tauchentlacken/Entrosten und KTL-Beschichten gegeben. Anbei auch hier ein paar Aufnahmen mit dem prima Ergebnis!




Tür mit Schall-Dämmplatten.



Hier eine schöne Detailaufnahme der Motorhaube. Mit dem Tauchlacken kommt die Grundierung einfach an alle Stellen.


Und nun geht es mit den Anpassarbeiten weiter! Stossstange hinten.


Stossstange vorne. Scheinwerfer, Lüftungsgitter und Blinker.


Das Getriebe, komplett von Michel Diettrich überholt! Erstklassige Arbeit!


Motor rein um zu sehen ob die Sauer und Sohnanlage passt!?


Ölkühler an der Vorderachse befestigt.


Halterung für den Thermostaten gebaut.


Da nun alle Anbauteile passen, kann mit dem Grundieren und Spachteln begonnen werden. Vorher wird der Karmann natürlich per Hand metallisch blank geschliffen!



Schön mit Epoxyd grundiert und die Fugen mit Dichmasse ausgespritzt!


Ich habe mich, nach Rücksprache mit meinem Lackierer, für Spachtelmasse und gegen Verzinnen entschieden. Denke und hoffe dass die heutigen Spachtelmassen dem Verzinnen überlegen sind. Abbröckeln oder reisen dürfte eigentlich nicht mehr passieren! In ein paar Jahren wissen wir mehr! Die Säure hat mich dann letztlich vom Verzinnen abgehalten.



So sieht dass aus, wenn man Endspitze, Radlauf und Schweller verspachteln muss! Hier bin ich allerdings an meine Grenzen gekommen!!!!! Bekomme das einfach nicht glatt! Für eine "Verkaufslackierung" würde es wohl reichen.......! Den Rest macht mein Lackierer!!!!


Abtransport der Bodengruppe zum Lackierer!


... und die Karosse komplett mit dem Drehgestell (hat was von "Space Invaders"! Die Älteren werden sich erinnern!! :-) )


Im Austausch mit der Karosse kam die lackierte Bodengruppe wieder zurück! Welche Freude!!!! Jetzt geht es los mit den richtig schönen Arbeiten am Karmann! Erstmal habe ich die Werkstatt aufgeräumt und den ganzen Schleifstaub von mehr als zwei Jahren Schweißen, Spachteln und Schleifen entfernt!


Die Anbauteile für die Vorderachse. Kunststoffbeschichtet!


Eingebaute Vorderachse mit Ölkühler. Die Leitungen sind im Tunnel verlegt.


CSP Bremsscheiben, innenbelüftet und Koni-Stoßdämpfer. Die Staubbleche finden mit dieser Bremsanlage leider keinen Platz mehr!


Achsschwert Hinterachse, kunststoffbeschichtet.


Drehstab Hinterachse.


Und alles wieder an seinem Platz! Bin mal gespannt ob ich die Schwerter richtig eingesetzt habe???? Zahn um Zahn!


Neue Bremsen auch an der Hinterachse. "Porsche" Radbremszylinder! Wow!


Samstag 02.10.2010! Endlich wieder auf eigenen Füßen stehen! Technik an der Bodenplatte ist fertig. Alle Anbauteile kunststoffbeschichtet, neue Radlager, neue Antriebswellen, neue komplette Bremsanlage, neue Stoßdämpfer, neue Vorderachse, neue Spurstangen, neues Lenkgetriebe, neue Seilzüge, neue Gummis, Tüllen und Dichtungen!




Weiter geht es mit dem Motor! So richtig schön sieht der auch nicht aus, oder? Mal sehen was mich erwartet!?


Was für ein Dreck! Warum muss ich jetzt an "Das Boot" denken? Ok! Hier sind einige Zylinder, Ventile und Kipphebel weniger als bei einem Schiffsdiesel, aber der hier hat sicherlich auch einige "Seemeilen" auf dem Buckel!


Die Zylinderköpfe sind aber beide ok. Keine Risse, keine Löcher und die Kerzengewinde sind auch ok. Rettbar!!!!


Kipphebelwelle


Kurbelwelle und Pleul sind auch ohne Schaden.


Die Motorgehäuse und Zylinderköpfe habe ich erst mit Ultraschall reinigen lassen und dann Glasperlgestrahlt. Die Kurbelwelle wurde neu geschliffen, das Schwungrad um 3 Kg erleichtert und mit der Kurbelwelle zusammen feingewuchtet. Die Pleul überprüft und ausgewogen. Neue Lager für die Kurbel- und Nockenwelle, auch für die Pleul und neue Stößel gab es!


Nockenwellen und Verteilerantrieb waren ok und wurden belassen.


Wie soll dieser kleine Motor hier vernünftig atmen können? Dreck und überstehende Kanten die einen kräftigen "Flow" verhindern!


Erst mal die Kante gebrochen, den Dreck entfernt und alle Kanäle optimiert!


Dann gibt es neue Ventile und Ventilfedern. Die Ventile wurden auch neu eingeschliffen.


Neue Kolben und Zylinder!


So muss das aussehen! :-)


Der Vergaser, frisch überholt! Benzin- und Ölpumpe, Verteiler und Verteilerantrieb wurden durch Neuteile ersetzt. Die Lichtmaschine wurde überholt.


Die Zündspule ist auch neu! Die Motorverblechung hatte ich Kunststoffbeschichten lassen. Ist pflegeleichter!



In Schönheit verstorben!!! Leider habe ich wohl Reste vom Glasperstrahlen in irgendwelchen Ölkanälen übersehen! Spülen mit Verdünnung aus einer Kunststoffspritze und ausblasen mit Druckluft war wohl nicht ausreichend um den Motorblock nach dem Glasperlstrahlen zu reinigen. Vermutlich durch den Öldruck wurden die restlichen Glasperlen aus irgendeiner nicht sichtbaren Sackbohrung herausbefördert und direkt in die neuen Kurbelwellenlager gedrückt, was einen kapitalen Motorschaden noch während des Probelaufes zur Folge hatte. Super! Alles außer den Kolben und Zylindern ist nun für den Müll! Abhaken unter der Überschrift "Falscher Ehrgeiz"! Der nächste Motor, der zum Glück schon in der Halle steht, wird nicht so perfekt sauber gemacht! Nur mit Kaltreiniger vom Dreck befreit und evtl. mit der Topfbürste noch etwas nachpoliert. Durch die Verblechung sieht man es sowieso nicht!


Zwischenzeitlich kamen die Stoßstangen vom verchromen zurück. Welch glanz in unserer Hütte! Tausend Dank hier an Klaus Morsch, Oberpräsident der IG Lippe, Udo und Mösi, die mich hierbei supertoll logistisch und organisatorisch unterstützt haben. Klasse Arbeit vom Verchromer! Erste Sahne!


Am 03 März 2011 war es dann soweit! Die Karosse kam vom Lackierer wieder zurück! Welch schöner Anblick.


Solange die Karosse noch auf dem Gestell befestigt war, konnte ich noch bequem die Hohlraumkonservierung in alle Ritzen und Spalten einsprühen. Die Heizungsrohre aus Bakelit, die im Bereich der Hinterachse als Schnittstelle zwischen Karosse und den Warmluftschläuchen dienen, noch schnell anschrauben, die Dichtung auf die Bodenplatte mit "Dichtschnüren" fixieren und schon können die "Hochzeitsfeierlichkeiten" beginnen!

16. März 2011! Die Hochzeit! :-)







Ratzfaz die Türen und Hauben angeschraubt! Der Lackierer hat hier wirklich erstklassig gearbeitet.Die Spaltmaße sind traumhaft!


Der selbst gemachte Kabelbaum ist doch recht übersichtlich.



Stecker und Kabel gibt es in allen Variationen zu kaufen. Aufwändig war es nur den alten Kabelbaum mit Längen und Durchmessern zu vermessen.


Der zweite Motor läuft nun auch wie am Schnürchen.



Der Tank wurde von innen und aussen entrostet und innen beschichtet.


Die Türen- und Haubenschlösser wurden auch neu galvanisch verzinkt.


Die Zierleistenclips habe ich mit einem vierer Innengewinde versehen und habe sie mit einer Kunststoffschraube und Kunststoffscheibe von hinten verschraubt. Anschließend mit Sprühwachs aus der Dose versiegelt. Das überstehende Gewinde wird einfach mit dem Seitenschneider abgezwickt. So kann man die Clips lackschonend anbringen und hat einen sicheren Halt auch an Stellen die durch Spachtelmasse etwas dicker als die normale Blechstärke sind.


Frisch bezogener Sitz.


"Land unter" hieß es beim Transport zum Sattler, der uns die Innenausstattung und das Dach montiert hat. Ein Wolkenbruch auf der A9 vom Hienberg bis kurz vor Neumarkt/Opf. (ca. 60 Km) bescherte uns die erste "Innenreinigung"! War echt klasse! :-( Das Auto stand bis zu den Schwellern unter Wasser!


Einen ganzen Eimer Wasser haben wir da rausgewischt! Ein großes Dankeschön an Mösi für den Transport und für die Trockenlegung!


Neuer Teppich!


Rücksitzbank!


Türpappen.